–> Hier geht es zu meinem eigenen Podcast „Amoristik“

Artikel und Interviews

Die Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung hat mich gefragt, wie man damit umgehen kann, wenn eine Person in einer Beziehung der anderen zu wenig Freiraum lässt.

Ich betone dort, wie wichtig eine gesunde Balance von Eigenständigkeit und Verbundenheit ist. „Diese Dynamik aus Nähe und Distanz kommt aber zum Erliegen, wenn nur eine Flucht- und Verfolgungsdynamik herrscht. Das kann eine Beziehung leicht kaputtmachen.“

„Wenn eine Beziehung dauerhaft von einem Mangel an Freiraum geprägt ist, tragen dafür beide Partner die Verantwortung.“ Beide sollten sich entsprechend ihre eigenen Verlustängste oder Selbstwertthemen bewusst machen und im besten Fall im gemeinsamen Gespräch Verständnis füreinander entwickeln, damit sich wieder etwas ändern kann.

 

In der Sendung „Seitenwechsel – Liebe kennt (k)ein Alter“ teilen die Protagonist*innen ganz unterschiedliche Sichtweisen auf große Altersunterschiede in Liebesbeziehungen.

Von mir als Paartherapeutin wollten die Redakteurinnen wissen, welche Probleme bei Paaren mit einem großen Altersunterschied eigentlich besonders häufig auftreten: „Oft haben Paare mit Altersabstand eher mit den Vorurteilen von außen Probleme als miteinander.“ Ein großes Thema sind mit fortschreitendem Alter körperliche Veränderungen, die oftmals geringere Fitness von einem Partner und schließlich die Konfrontation mit dem Tod, benenne ich außerdem.

Die Stippvisite in meiner Praxis findet ihr ab Minute 13:20.

Die Berliner Morgenpost hat mich zum Thema Beziehungspause und meinen Erfahrungen damit befragt. 

Von vielen als „Anfang vom Ende“ gefürchtet, betone ich dort durchaus auch das Potential von Beziehungspausen: „Eine Beziehungspause gibt beiden Partnern die Möglichkeit, eine Auszeit vom gewohnten Beziehungsalltag zu nehmen und eine neue Perspektive zu gewinnen.“

Das bedeutet aber auch, die Pause „richtig“ zu nutzen und sich nicht nur abzulenken:  „Im besten Fall bietet sie Raum, die Beziehung zu reflektieren und sich mit sich selbst auseinanderzusetzen“. Dann bietet die Pause auch die Chance, zu einem gemeinsamen Neuanfang zu werden. 

Für die Berliner Morgenpost wurde ich zum Zusammenhang von Fremdgehen und Alkohol interviewt.

„Alkohol kann tatsächlich die Hemmschwelle zum Fremdgehen senken, da moralische und soziale Aspekte der eigenen Persönlichkeit durch Alkohol leichter vergessen werden“, erkläre ich dort. Gleichzeitig stelle ich jedoch klar: „Alkohol nimmt uns nicht die Verantwortung ab.“

Im Gegenteil: „In meiner Praxis erlebe ich häufig, dass der Betrogene es als ärgerliche Ausrede empfindet, wenn der andere sich mit Alkohol und Drogen zu entschuldigen versucht“. Die volle Verantwortungsübernahme sowie eine aufrichtige und empathische Entschuldigung können hingegen hilfreich sein für die gemeinsame Verarbeitung.

Im Podcast „Ab 21“ (inzwischen umbenannt in „Facts & Feelings“) von Deutschlandfunk Nova hat Utz Draeger mich interviewt, warum gerade im Urlaub die Emotionen oft so hochkochen.

Wenn Streit oder Konflikte auf den Tisch kommen, sobald der ersehnte Urlaub endlich da ist, ist das oft ein Zeichen, dass „sehr viel Druck im Alltag da ist und ganz wenig Zeit füreinander“, erkläre ich ihm. Aber das hat auch sein Gutes: „Man könnte fast sagen: Freut euch, wenn es so kommt, weil ihr dann durch etwas durchgehen und es auch wieder bereinigen könnt.“

Für einen gelungenen Urlaub rate ich Paaren dazu, sich während dieser Zeit Raum für echte Gespräche zu nehmen, in denen sie sich wirklich gegenseitig zuhören.

Es tut zudem gut, wenn auch beide mal etwas getrennt machen – und gelegentlich ganz bewusst auf die Wünsche des anderen Partners eingehen.

Das Hamburger Abendblatt hat mich zum Thema Nähe und Distanz in Beziehungen befragt.

Dort erläutere ich:  „In jedem von uns gibt es zwei Bedürfnisse: das nach Nähe und Bindung und das nach Distanz und Autonomie. Das ist vergleichbar mit zwei Polen, die wir alle versuchen auszubalancieren.“

Beide Seiten sind wichtig in einer Beziehung: Genügend Nähe, um wirklich im Kontakt miteinander zu sein, aber auch ein gesundes Maß an Distanz: „Freiraum macht eine Beziehung lebendig. Er gehört einfach zu jeder gesunden Beziehung dazu und hält das Feuer am Brennen.“

Wenn die Bedürfnisse nach Distanz und Nähe bei beiden Partner*innen sehr unterschiedlich sind, hilft es, darüber miteinander zu sprechen, sich auszutauschen und dadurch besser zu verstehen.

Für den Podcast  „Facts & Feelings“ von Deutschlandfunk Nova wurde ich von Przemek Żuk gefragt, wie und warum es zu retroaktiver Eifersucht kommt, also zu Eifersucht auf bereits vergangene Ex-Beziehungen.

„Retroaktive Eifersucht ist im Prinzip das Gleiche wie Eifersucht und sie ist etwas ziemlich Gängiges“, erzähle ich ihm. Schließlich kennt fast jeder Mensch diesen Stich beim Anblick eines Fotos des geliebten Menschen mit einer vergangenen Beziehungsperson. „Gerade am Anfang einer Beziehung, wenn die Sicherheit noch nicht so groß ist, ist das ganz normal.“

Was jedoch hilfreich sein kann, wenn das Thema Überhand nimmt, erfährst du im ganzen Podcast!

Die Berliner Morgenpost hat mit mir zum Thema „Unerwiderte Liebe“ gesprochen. 

Das ist ein Thema, mit dem die meisten Menschen schon mal leidvoll konfrontiert waren – oder wer war nicht mindestens als Jugendliche*r mal unglücklich verliebt?

Allerdings gibt es auch Menschen, die sich nahezu „systematisch“ in unerreichbare Personen verlieben.  

Was in so einem Fall dahinter stecken kann und wie man mit unerwiderten Gefühlen umgehen kann, erfährst du im ganzen Artikel.